Wie entstehen humanitäre Krisen, welche Dynamiken spielen dabei eine Rolle und welche gesellschaftlichen Auswirkungen haben sie? In anderen Ländern existiert ein eigenes Wissenschaftsfeld, das solche Fragen untersucht: die Humanitarian Studies. In Deutschland ist das Interesse und der Bedarf an wissenschaftlicher Analyse groß, das Angebot aber noch gering.
Dank einer Förderung in Höhe von einer Million Euro der Gerda Henkel Stiftung soll in den kommenden drei Jahren in Zusammenarbeit der Universitäten Bayreuth (Prof. Dr. Joël Glasman), Bochum (Prof. Dr. Dennis Dijkzeul) und Magdeburg (PD Dr. Kristina Roepstorff) sowie dem Centre for Humanitarian Action (CHA) ein international ausgerichtetes „Wissenschaftsnetzwerk Humanitarian Studies“ entstehen. Es soll Wissenschaftler*innen vernetzen, die im deutschsprachigen Raum zu Humanitarian Studies forschen und lehren. Um diesen Austausch langfristig und nachhaltig zu verstetigen, wird eine deutsche Sektion der International Humanitarian Studies Association gegründet.
Ziel ist zudem ein Wissenstransfer von theoretischem Wissen in die humanitäre Praxis. Dafür werden Policy-Fellowships am Centre for Humanitarian Action angeboten, welche den Impact-Transfer zwischen forscherischer, politischer und humanitärer Praxis verstärken.
Ansprechpartnerin: Sonja Hövelmann