Über uns2021-09-09T15:05:32+02:00

Über uns

Wer wir sind

Das Centre for Humanitarian Action (CHA) ist ein 2018 gegründeter Think Tank, der sich für die unabhängige Analyse, kritische Diskussion und öffentliche Vermittlung von Fragen der humanitären Hilfe und ihrer vier elementaren Prinzipien einsetzt: Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Unabhängigkeit und Neutralität. Das CHA ist eine Initiative humanitärer Nichtregierungsorganisationen (NRO), um die humanitäre Hilfe aus Deutschland wie auch international zu stärken.

Weshalb brauchen wir ein CHA?

Der Umfang der humanitären Hilfe aus Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren vervielfacht und die Bundesregierung ist heute der zweitgrößte Geberstaat weltweit. Auch deutsche Hilfsorganisationen spielen heute international eine wachsende Rolle. Die deutsche humanitäre Hilfe ist deshalb von großem Einfluss. Ihre Analyse und kritische Reflexion hat jedoch nicht mit ihrer Ausweitung Schritt gehalten. Deshalb benötigen wir ein unabhängiges Zentrum, dass sich ähnlich wie in anderen Staaten dieser Aufgaben widmet.

Die Zahl der Menschen in Not steigt weltweit von Jahr zu Jahr, und noch nie waren so viele Menschen auf der Flucht. Eine wirksame Hilfe, welche die Menschen in größter Not unparteiisch unterstützt, ist deshalb für Millionen Betroffene existentiell. Zugleich wird die humanitäre Hilfe heute vielfach hinterfragt, angegriffen oder bleibt sehr schlecht finanziert.

Das sagen andere über das CHA

Bessere und schnellere humanitäre Hilfe rettet Leben! Deshalb müssen wir humanitäre Hilfe genauso innovativ und unkonventionell denken wie jeden anderen Politikbereich. Das CHA ist für uns im Bundestag dabei geschätzter Gesprächspartner und Impulsgeber.

Gyde Jensen MdB, FDP, Vorsitzende des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe 

Wir brauchen ein CHA, weil wir die Debatte um humanitäre Hilfe in das Zentrum der Hauptstadt rücken müssen.

Niels Annen, Staatsminister im Auswärtigen Amt

Das CHA füllt eine Lücke in der Auseinandersetzung um die humanitäre Hilfe.

Margarete Bause, Bündnis 90/Die Grünen, Mitglied im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe

Das CHA ist wichtig, weil es politisch unabhängige und neutrale Akteure braucht, die zu Umsetzungsproblemen der humanitären Hilfe forschen.

Cornelia Füllkrug-Weitzel, ehem. Präsidentin von Brot für die Welt und der Diakonie Katastrophenhilfe

Wir brauchen ein CHA, weil die Ambitionen der humanitären Hilfe in Deutschland nun dem harten Test der Realität unterzogen werden müssen.

Florian Westphal, designierter Vorstandsvorsitzender von Save the Children Deutschland

Die drei Schwerpunkte des CHA 

Analyse und Reflexion

Das CHA widmet sich der selbstkritischen Reflexion der humanitären Arbeit der Bundesregierung, des Parlaments, deutscher Hilfsorganisationen und weiterer zivilgesellschaftlicher, akademischer und politischer Akteur*innen in Deutschland und im deutschsprachigen Europa. Analysen und Studien nehmen internationale Debatten auf, speisen sie in den deutschen Kontext ein und befruchten die internationale Debatte mit deutschen Perspektiven. 

Debatte und policy engagement

Das CHA dient als Diskussionsforum für kontroverse und offene Debatten mit nationalen und internationalen humanitären Akteur*innen und Netzwerken aus Wissenschaft und Forschung. Es thematisiert dank seiner Unabhängigkeit Herausforderungen, Zielkonflikte und Grauzonen der humanitären Hilfe auf eine Weise, wie es anderen Akteur*innen selten möglich ist. Die Debatte dient im Sinne des policy engagement auch der Beratung von Akteur*innen der humanitären Hilfe.

Vermittlung

Das CHA vermittelt die Bedeutung, Anliegen und kontroversen Herausforderungen der humanitären Hilfe in der Öffentlichkeit, im politischen Diskurs und im Bildungssektor und entwickelt entsprechende Partnerschaften.

Die drei Projekte des CHA

Humanitäre Policy- und Strategiefähigkeit deutscher Akteur*innen

Der Umfang der humanitären Hilfe aus Deutschland hat sich in den letzten Jahren vervielfacht. Die Bundesregierung und die deutschen Hilfsorganisationen spielen international eine zunehmend große Rolle. Dies weckt zugleich große, bislang bedingt erfüllte Erwartungen an deutsche Akteur*innen, die humanitäre Hilfe auch strategisch weiter zu entwickeln und ihre Prinzipien international wirkungsvoll zu schützen.


Das Projekt hat zum Ziel, die Strategie- und Policyfähigkeit deutscher humanitärer Organisationen aus internationaler Perspektive zu untersuchen und Handlungsempfehlungen für die öffentlichen und zivilen deutschen humanitären Akteur*innen zu entwickeln.

Humanitarian-Development-Peace Nexus in der Praxis

Seit dem World Humanitarian Summit 2016 hat der Triple Nexus eine hohe Priorität in der humanitären Reformdebatte. Erklärtes Ziel des Triple Nexus Ansatzes ist die bessere Verknüpfung von humanitärer Hilfe mit Entwicklungszusammenarbeit und Friedensförderung.


Das Projekt trägt dazu bei, die weitgehend abstrakte Debatte durch konkrete Erfahrungen aus der lokalen Praxis zu bereichern und aus humanitärer Perspektive zu hinterfragen. Die Forschungsergebnisse zum Peace-Nexus werden in Form von Länderstudien, einer Nexus-Publikation sowie einer CHA Konferenz Anfang 2020 allen Interessierten zur Verfügung gestellt. Ergänzt wird das Projekt durch eine Triple-Nexus Evaluation für die Deutsche Welthungerhilfe.

Shrinking Humanitarian Space im Globalen Süden & in Europa

Die international viel geführte Debatte um einen Shrinking Humanitarian Space gilt als grundlegende Herausforderung für die humanitäre Hilfe und ihre Prinzipien. Thematisiert wird der Shrinking Humanitarian Space bislang jedoch überwiegend mit Blick auf die Länder des Globalen Südens.

Das Projekt hat das Ziel, anhand konkreter Praxisfelder die spezifischen Herausforderungen und Parallelitäten zunehmend eingeschränkter Räume für eine prinzipiengeleitete humanitäre Hilfe in den Ländern des Nordens und des Südens zu untersuchen. Hierzu werden im Kontext von Asyl- und Migrationspolitiken einschließlich der Seenotrettung sowie der Anti-Terrorgesetzgebung und der Lokalisierung das Thema beleuchtet und Handlungsmöglichkeiten erörtert.

Brücken schlagen

Das CHA soll weder eine rein akademische Institution sein, noch eine Interessensvertretung humanitärer Organisationen gegenüber der Bundesregierung. Vielmehr schlägt das CHA eine Brücke zwischen der akademischen Auseinandersetzung mit Themen der humanitären Hilfe und der praktischen Arbeit in Projekten und Programmen. Es schlägt eine Brücke zwischen internationalen Diskussionen und der bisweilen isolierten Debatte in Deutschland. Die Ergebnisse seiner Arbeit und die erarbeiteten Empfehlungen sind frei für alle interessierten Akteur*innen zugänglich.

Finanzierung

Damit das CHA unabhängig, praxisorientiert und zivilgesellschaftlich verankert ist, werden wesentliche finanzielle Beiträge von humanitären NGOs geleistet.

Institutionelle Träger

Die NGOs Ärzte ohne Grenzen Deutschland e.V., der Deutsche Caritasverband e.V./Caritas international, das Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung e.V. und seit 2021 auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) sind die institutionellen Träger des CHA und stellen die Basisfinanzierung bereit.

Unterstützer

Neben den institutionellen Trägern wird das CHA, finanziell und ideell, von weiteren Organisationen unterstützt. Dazu zählen Islamic Relief Deutschland e.V.Help – Hilfe zur Selbsthilfe e.V.Aktion gegen den Hunger gGmbH sowie seit 2021 Oxfam Deutschland, Handicap international und das International Rescue Committee (IRC).

Projektförderungen

Eine weitere Säule der CHA Finanzierung sind Projektförderungen. Mit Eigenmitteln sowie durch eine Förderung des Auswärtigen Amtes finanziert das CHA insbesondere sein SPREAD Projekt zur „Stärkung der Programm- und Policy relevanten Fähigkeiten humanitärer Akteure in Deutschland“ (Link folgt) von 2021-2023.  

Durch seine Finanzierung ist das CHA unabhängig von einzelnen Geldgeber*innen und eine inhaltliche Einflussnahme ist nicht möglich. Das CHA ist offen für weitere institutionelle Träger und Unterstützer*innen von zivilgesellschaftlichen Organisationen, wissenschaftlichen Einrichtungen und Individuen. Bitte nehmen Sie für weitere Details Kontakt mit uns auf.

Struktur und rechtliche Verhältnisse

Das CHA ist seit 2021 ein eingetragener gemeinnütziger Verein. Zuvor fungierte die Maecenata Stiftung als Rechtsträgerin.  

Vereinsvorstand: Ralf Südhoff 

Aufsichtsrat:

  • Philipp Frisch (Ärzte ohne Grenzen) 
  • Lena Bledau (Diakonie Katastrophenhilfe) 
  • Ole Hengelbrock (Caritas international) 

Die Inhalte und Positionen auf der Website, in Veröffentlichungen oder auf unseren Medienkanälen spiegeln nicht notwendigerweise die Meinung der Träger- bzw. Unterstützerorganisationen wider.