Lokalisierung2022-03-22T13:48:40+01:00

Lokalisierung

Identifizierung und Überwindung von Lokalisierungshemmnissen im Bereich Projektmanagement und Risikotransfer

Obwohl sich in Deutschland ansässige humanitäre Organisationen nachdrücklich der Stärkung lokaler und nationaler Partnerorganisationen im Globalen Süden verpflichtet und vielfach entsprechende Policies auf den Weg gebracht haben, kritisieren lokale Stimmen weiterhin eine schleppende Umsetzung dieser Vorhaben in den Projektländern. Als zentrale Barrieren werden häufig ein hierarchisches Partner- und Projektmanagement sowie verkrustete Governancestrukturen genannt. Diese stünden einer gleichberechtigten Zusammenarbeit von internationalen NGOs und ihren lokalen und nationalen Partnern auf Augenhöhe fundamental entgegen. Vor allem das Thema Risikoverteilung ist hierfür ein plastisches Beispiel. Denn auch wenn die Notwendigkeit einer Abkehr von der Praxis des Risikotransfers hin zu einem gemeinsam getragenen Risiko allgemein befürwortet wird, scheinen etablierte Governance- und Managementstrukturen einer Umsetzung dieses Gedankens im Wege zu stehen.

Vor diesem Hintergrund werden in diesem Projekt zunächst die Zusammenhänge zwischen operativem humanitären Projektmanagement und der schleppenden Lokalisierungsumsetzung im Partnermanagement analysiert und konkretisiert. Dazu sind verschiedene Workshops und Fokusgruppendiskussionen unter humanitären Organisationen in Deutschland und unter ihren Partnerorganisationen in zwei Fallstudienregionen geplant. Auf der Basis dieser partizipativen Analysen und darauf aufbauenden Interviews werden konkrete Managementmechanismen herausgearbeitet, die sich für eine Stärkung lokaler und nationaler Akteure und eine partizipative Zusammenarbeit auf Augenhöhe eignen. Diese werden in einem zweiten Schritt auf das Beispiel des partnerschaftlichen Risikomanagements angewendet.

Ansprechpartnerin: Darina Pellowska


Identifizierung und Überwindung von Lokalisierungshemmnissen im Bereich Projektmanagement und Risikotransfer ist Teil des Projekts „Stärkung der Programm- und Policy relevanten Fähigkeiten humanitärer Akteure in Deutschland“ (SPreAD), gefördert durch das Auswärtige Amt.

Workshops in Bangladesch, Cox’s Bazar

09.02.2022 15:00 - 16:30

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Die Stärkung lokaler humanitärer Akteure ist eine der zentralen Herausforderungen der humanitären Arbeit. Das CHA lud zu drei Online-Diskussionsrunden ein, in denen die Möglichkeiten und Grenzen eines lokalisierten Projektmanagements in Cox's Bazar /Bangladesch ermittelt und diskutiert wurden.

CHAtroom #6: Lokalisierung

25.11.2021

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Wie funktioniert die Lokalisierung der humanitären Hilfe in der Praxis? Haben wir vielleicht eine zu romantische Vorstellung von lokalen Partnern? In dieser sechsten Folge des CHAtroom gibt Kayu Orellana von Help – Hilfe zur Selbsthilfe e.V. Antworten.

Workshop: Lokalisierung in der Praxis

29.11.2021 10:00 - 18:00

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In diesem vertraulichen Workshop wurden die aktuellen Möglichkeiten und Grenzen eines lokalisierten Projektmanagements in der humanitären Hilfe herausgearbeitet und diskutiert. Ziel war es, konkrete Handlungsspielräume und kritische Barrieren zu identifizieren.

CHAtroom #3: Reformprojekt humanitäre Hilfe

31.05.2021

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In der dritten Folge des CHAtroom erklärt CHA-Research Fellow Darina Pellowska, was es mit dem sogenannten Grand Bargain und der Lokalisierung humanitärer Hilfe auf sich hat, was eine Organisation zu einer „lokalen“ Organisation macht – und was ihre Kamera damit zu tun hat. Neugierig geworden? Na dann, Ohren spitzen und lauschen!

Lokalisierung und humanitäre Prinzipien - die Bedeutung des Community Engagement

01.05.2018

publicationsLokale Akteurinnen und Akteure können die humanitären Prinzipien durchaus umsetzen, doch auch für sie bedeutet dies in bestimmten Kontexten eine Herausforderung. Um diese anzugehen, müssen die Akteur*innen institutionell und finanziell stärker werden. Grundlage dafür ist ein weit gefasster Lokalisierungsansatz.