Lokalisierung2022-07-06T15:06:28+02:00

Lokalisierung

Identifizierung und Überwindung von Lokalisierungshemmnissen im Bereich Projektmanagement und Risikotransfer

Obwohl sich in Deutschland ansässige humanitäre Organisationen nachdrücklich der Stärkung lokaler und nationaler Partnerorganisationen im Globalen Süden verpflichtet und vielfach entsprechende Policies auf den Weg gebracht haben, kritisieren lokale Stimmen weiterhin eine schleppende Umsetzung dieser Vorhaben in den Projektländern. Als zentrale Barrieren werden häufig ein hierarchisches Partner- und Projektmanagement sowie verkrustete Governancestrukturen genannt. Diese stünden einer gleichberechtigten Zusammenarbeit von internationalen NGOs und ihren lokalen und nationalen Partnern auf Augenhöhe fundamental entgegen. Vor allem das Thema Risikoverteilung ist hierfür ein plastisches Beispiel. Denn auch wenn die Notwendigkeit einer Abkehr von der Praxis des Risikotransfers hin zu einem gemeinsam getragenen Risiko allgemein befürwortet wird, scheinen etablierte Governance- und Managementstrukturen einer Umsetzung dieses Gedankens im Wege zu stehen.

Vor diesem Hintergrund werden in diesem Projekt zunächst die Zusammenhänge zwischen operativem humanitären Projektmanagement und der schleppenden Lokalisierungsumsetzung im Partnermanagement analysiert und konkretisiert. Dazu sind verschiedene Workshops und Fokusgruppendiskussionen unter humanitären Organisationen in Deutschland und unter ihren Partnerorganisationen in zwei Fallstudienregionen geplant. Auf der Basis dieser partizipativen Analysen und darauf aufbauenden Interviews werden konkrete Managementmechanismen herausgearbeitet, die sich für eine Stärkung lokaler und nationaler Akteure und eine partizipative Zusammenarbeit auf Augenhöhe eignen. Diese werden in einem zweiten Schritt auf das Beispiel des partnerschaftlichen Risikomanagements angewendet.

Ansprechpartnerin: Darina Pellowska


Identifizierung und Überwindung von Lokalisierungshemmnissen im Bereich Projektmanagement und Risikotransfer ist Teil des Projekts „Stärkung der Programm- und Policy relevanten Fähigkeiten humanitärer Akteure in Deutschland“ (SPreAD), gefördert durch das Auswärtige Amt.

The stony path of innovation in organisations and humanitarian-development interventions – a local practitioner’s view from climate change affected South Sudan

24.01.2023

blog

Werden Innovationen von humanitären Akteuren vor Ort vorgeschlagen, tragen sie das Risiko alleine. Ein Erfolg dagegen wird schnell allen zugeschrieben. Jacob Mbudzi beschreibt die Schwierigkeiten, mit denen er konfrontiert war, als er sich für eine innovative Lösung für die durch den Klimawandel verursachten Probleme im Südsudan einsetzte. [Englisch]

Darina Pellowska in Podcastreihe The Leadership Lab

08.12.2022

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Darina Pellowska, wissenschaftliche Mitarbeiterin am CHA und Leiterin des Lokalisierungsprojektes spricht in der dritten Folge der von GELI initiierten Podcastreihe “The Leadership Lab” über den Aspekt der Lokalisierung in der humanitären Führung.

Will Jamison Wright

A Failure to Listen – How Amnesty International’s Ukraine Report is Symptomatic of the Issues of Meaningful Localisation

22.11.2022

blog

Anhand des Ukraine-Berichts von Amnesty International und der darauf erfolgten Reaktionen versucht Will Wright das allgemeine Versagen bei der Lokalisierung von humanitärer Hilfe in bewaffneten Konflikten und insbesondere im Kontext der Ukraine besser zu verstehen und mögliche Lösungen zu diskutieren. [English]

CHA mit erstem Flagship Report zu lokaler humanitärer Hilfe für Caritas Europa beauftragt

13.09.2022

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Das Centre for Humanitarian Action (CHA) wurde damit beauftragt, den ersten Flagship Report von Caritas Europa (CE) über lokale humanitäre Hilfe zu verfassen.

CHA Jahreskonferenz: Where is the Humanitarian Turning Point?

23.11.2022 00:00 - 23:59

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Ist es Zeit für eine humanitäre Zeitenwende, und welche Elemente wären für diese essenziell? Das ist Thema der CHA Jahreskonferenz 2022.

Berlin Thought Leadership Lab

10.11.2022 15:00 - 20:00

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Die Global Executive Leadership Initiative (GELI) und das Centre for Humanitarian Action (CHA) luden zu einem Austausch für deutsche Führungskräfte in der humanitären Hilfe zum Thema "Führung in einer sich wandelnden Welt".

Tag der offenen Tür im Auswärtigen Amt

20.08.2022 10:00 - 18:00

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Am 20. und 21. August ist das CHA beim Tag der offenen Tür im Auswärtigen Amt vertreten - mit einem Stand und bei zwei Paneldiskussionen.

CHAtroom #10: New warfare, new humanitarian action

06.07.2022

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160 Jahre nach Henri Dunants Essay über die Schlacht von Solferino hat Dr. Hugo Slim ein Buch über neue Kriegsführung, Cyberkriege und ihre Bedeutung für die Reform des humanitären Sektors geschrieben. Darüber sprechen wir in der zehnten Episode des CHAtroom.

Workshops in Dschuba, Südsudan

22.06.2022 09:00 - 13:00

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Ende Juni organisiert das CHA gemeinsam mit dem South Sudan NGO Forum in Dschuba einen Workshop, in dem Möglichkeiten und Grenzen eines lokalisierten Projektmanagements im Südsudan ermittelt und diskutiert werden sollen. 

Workshops in Bangladesch, Cox’s Bazar

09.02.2022 15:00 - 16:30

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Die Stärkung lokaler humanitärer Akteure ist eine der zentralen Herausforderungen der humanitären Arbeit. Das CHA lud zu drei Online-Diskussionsrunden ein, in denen die Möglichkeiten und Grenzen eines lokalisierten Projektmanagements in Cox's Bazar /Bangladesch ermittelt und diskutiert wurden.

CHAtroom #6: Lokalisierung

25.11.2021

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Wie funktioniert die Lokalisierung der humanitären Hilfe in der Praxis? Haben wir vielleicht eine zu romantische Vorstellung von lokalen Partnern? In dieser sechsten Folge des CHAtroom gibt Kayu Orellana von Help – Hilfe zur Selbsthilfe e.V. Antworten.

Workshop: Lokalisierung in der Praxis

29.11.2021 10:00 - 18:00

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In diesem vertraulichen Workshop wurden die aktuellen Möglichkeiten und Grenzen eines lokalisierten Projektmanagements in der humanitären Hilfe herausgearbeitet und diskutiert. Ziel war es, konkrete Handlungsspielräume und kritische Barrieren zu identifizieren.

CHAtroom #3: Reformprojekt humanitäre Hilfe

31.05.2021

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In der dritten Folge des CHAtroom erklärt CHA-Research Fellow Darina Pellowska, was es mit dem sogenannten Grand Bargain und der Lokalisierung humanitärer Hilfe auf sich hat, was eine Organisation zu einer „lokalen“ Organisation macht – und was ihre Kamera damit zu tun hat. Neugierig geworden? Na dann, Ohren spitzen und lauschen!

Lokalisierung und humanitäre Prinzipien - die Bedeutung des Community Engagement

01.05.2018

publicationsLokale Akteurinnen und Akteure können die humanitären Prinzipien durchaus umsetzen, doch auch für sie bedeutet dies in bestimmten Kontexten eine Herausforderung. Um diese anzugehen, müssen die Akteur*innen institutionell und finanziell stärker werden. Grundlage dafür ist ein weit gefasster Lokalisierungsansatz.