Lokalisierung2021-09-21T12:38:01+02:00

Lokalisierung

Identifizierung und Überwindung von Lokalisierungshemmnissen im Bereich Projektmanagement und Risikotransfer

Obwohl sich in Deutschland ansässige humanitäre Organisationen nachdrücklich der Stärkung lokaler und nationaler Partnerorganisationen im Globalen Süden verpflichtet und vielfach entsprechende Policies auf den Weg gebracht haben, kritisieren lokale Stimmen weiterhin eine schleppende Umsetzung dieser Vorhaben in den Projektländern. Als zentrale Barrieren werden häufig ein hierarchisches Partner- und Projektmanagement sowie verkrustete Governancestrukturen genannt. Diese stünden einer gleichberechtigten Zusammenarbeit von internationalen NGOs und ihren lokalen und nationalen Partnern auf Augenhöhe fundamental entgegen. Vor allem das Thema Risikoverteilung ist hierfür ein plastisches Beispiel. Denn auch wenn die Notwendigkeit einer Abkehr von der Praxis des Risikotransfers hin zu einem gemeinsam getragenen Risiko allgemein befürwortet wird, scheinen etablierte Governance- und Managementstrukturen einer Umsetzung dieses Gedankens im Wege zu stehen.

Vor diesem Hintergrund werden in diesem Projekt zunächst die Zusammenhänge zwischen operativem humanitären Projektmanagement und der schleppenden Lokalisierungsumsetzung im Partnermanagement analysiert und konkretisiert. Dazu sind verschiedene Workshops und Fokusgruppendiskussionen unter humanitären Organisationen in Deutschland und unter ihren Partnerorganisationen in zwei Fallstudienregionen geplant. Auf der Basis dieser partizipativen Analysen und darauf aufbauenden Interviews werden konkrete Managementmechanismen herausgearbeitet, die sich für eine Stärkung lokaler und nationaler Akteure und eine partizipative Zusammenarbeit auf Augenhöhe eignen. Diese werden in einem zweiten Schritt auf das Beispiel des partnerschaftlichen Risikomanagements angewendet.

Ansprechpartnerin: Darina Pellowska


Identifizierung und Überwindung von Lokalisierungshemmnissen im Bereich Projektmanagement und Risikotransfer ist Teil des Projekts „Stärkung der Programm- und Policy relevanten Fähigkeiten humanitärer Akteure in Deutschland“ (SPreAD), gefördert durch das Auswärtige Amt.

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