Europäische Vernetzung2021-09-17T14:07:56+02:00

Europäische Vernetzung

Vernetzung deutscher und europäischer Policy-Kapazitäten

Der Bedarf an humanitärer Hilfe hat sich seit dem Jahr 2000 fast verzwanzigfacht und das humanitäre System ist durch Herausforderungen wie langanhaltende Großkonflikte, den Schutz von humanitärem Raum und Völkerrecht sowie die Auswirkungen von Klimawandel und Covid-19 Pandemie zunehmend überfordert. Parallel hierzu hat mit dem World Humanitarian Summit 2016 und den Grand Bargain Beschlüssen eine umfassende Reformdebatte begonnen.

Insbesondere ähnlich positionierten öffentlichen europäischen Akteur*innen, die sich oben genannten Herausforderungen stellen wollen, fällt es jedoch im Lichte begrenzter institutioneller Kapazitäten schwer, die humanitäre Hilfe weiterzuentwickeln, relevante Debatten zu beeinflussen und internationales Agenda-Setting zu betreiben. Dies gilt auch für die deutsche Bundesregierung, obwohl ihr finanzielles Engagement sich allein seit 2010 um rund 2000% gesteigert hat und sie zum weltweit zweitgrößten humanitären Geber geworden ist. Auch zivile deutsche und viele europäische Akteur*innen stoßen in ihren Policy-Kapazitäten immer wieder an Grenzen und europäische humanitäre Thinktanks kooperieren nur begrenzt.

Das Identifizieren von Komplementaritäten und das Heben von Synergien zwischen den genannten Akteur*innen ist ein Lösungsansatz, um den Herausforderungen gemeinsam zu begegnen. Das Projekt verfolgt diesen Ansatz, indem es jenseits von Akteursebenen und regionalen Grenzen Raum für einen nicht-institutionellen Dialog schafft sowie Instrumente entwickelt, wie deutsche und ausgewählte europäische Akteur*innen gemeinsame Prioritäten definieren und in diesen Feldern die humanitäre Hilfe weiterentwickeln und den humanitären Raum schützen können.

Ansprechpartner*in: Sonja Hövelmann & Ralf Südhoff


Vernetzung deutscher und europäischer Policy-Kapazitäten ist Teil des Projekts „Stärkung der Programm- und Policy relevanten Fähigkeiten humanitärer Akteure in Deutschland“ (SPreAD), gefördert durch das Auswärtige Amt.