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Out of the box zur MSC 2026: Neue deutsche Sicherheitspolitik – Militärisch? Vernetzt? Humanitär?2026-02-13T14:04:18+01:00

Out of the box zur MSC 2026: Neue deutsche Sicherheitspolitik – Militärisch? Vernetzt? Humanitär?

Datum: 10.02.2026
Uhrzeit: 13:00 - 14:15
Ort: Zoom

Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.

Anfang Februar 2026 schaut die Welt besonders intensiv zur Münchener Sicherheitskonferenz (MSC), einem international führenden Forum für Sicherheitsfragen: Sicherheitspolitik steht heute im Zentrum nahezu aller internationalen politischen Debatten. Ein Trend, der mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine begann und durch die neue US-Außenpolitik unter Präsident Trump sowie aktuellen Entwicklungen wie die US-Intervention in Venezuela stetig befeuert wird. Das Ende Jahrzehnte langer Gewissheiten verbindet sich mit einer zweiten grundlegenden Verunsicherung über die Frage, wie militärisch, diplomatisch, geoökonomisch oder auch humanitär Sicherheit heute zu verstehen und zu fördern ist.

Kritiker*innen in Deutschland bemängeln in diesem Zuge eine Vernachlässigung sowie eine „Versicherheitlichung“ von zentralen innen- und außenpolitischen Politikfeldern einschließlich der humanitären Hilfe und der Entwicklungszusammenarbeit. Auch die neue Strategie des Entwicklungsministeriums soll Deutschlands Sicherheitsinteressen dienen.

Andere Kritiker*innen der Zivilgesellschaft bemängeln, dass Sicherheitspolitik weiterhin nicht ganzheitlich gedacht und konzipiert würde im Sinne ihrer „human security“ Dimension, sondern traditionell verengt Verteidigungsfragen priorisiere und finanziere. Während die 2023 beschlossene Nationale Sicherheitsstrategie ihre Dimensionen in Fragen von Daseinsfürsorge und Klimafolgen betont, beklagen Kritiker*innen die mangelnde Umsetzung der Strategie, die zudem unter der neuen Bundesregierung überarbeitet werden soll.

Zugleich hat die Bundesregierung einen lange von Expert*innen geforderten Nationalen Sicherheitsrat geschaffen, um eine institutionell fragmentierte Sicherheitspolitik besser zu koordinieren. Der Nationale Sicherheitsrat befeuert je nach Perspektive Befürchtungen einer Instrumentalisierung oder erste Enttäuschungen über seine mangelnde Kapazität als strategisches Zentrum für Analyse, Foresight und sicherheitspolitische Entscheidungen.

Auch die sicherheitspolitische Debatte in Deutschland verharrt weitgehend in Silos und ihren humanitären, zivilgesellschaftlichen, militärischen oder geopolitischen Blasen. Entsprechend fokussiert die MSC bzw. ihre öffentliche Perzeption auf klassische verteidigungspolitische Fragen.
Mit dem „Out of the Box“ am 10.2. brachte das CHA Akteur*innen aus der Bundeswehr und der sicherheitspolitischen Forschung, aus Zivilgesellschaft, Politik und Hilfsorganisationen zusammen, um über die Zukunft der deutschen Sicherheitspolitik und ihre Dimensionen zu diskutieren.

Es sprachen:

  • Flottillenadmiral Christian Bock, Leiter des Innovationszentrums der Bundeswehr, ehem. Unterabteilungsleiter SK 1, Bundesministerium der Verteidigung
  • Sarah Bressan, Head of Futures and Strategic Foresight, Global Public Policy Institute (GPPi)

Moderation: Ralf Südhoff, Direktor, CHA

Format: Online
Sprache: Deutsch

Die Veranstaltung wurde aufgezeichnet.
Wegen technischer Schwierigkeiten startet die Aufzeichnung jedoch erst einige Minuten nach Beginn der Veranstaltung. Wir bitten, dies zu entschuldigen:

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